Gratbildung an Statorbauteilen: Ursachenanalyse und dauerhafte Behebung
Rekonstruktion von Formeinsätzen mittels 3D-Laserscannung und Reverse Engineering
Tritt während der Produktion erneut Gratbildung auf und steht keine verlässliche CAD-Dokumentation zur Verfügung, ist die Lösung keine provisorische ‚Quick-Fix‘-Reparatur.
Der erste Schritt muss eine geometrische Rekonstruktion sein – die unverzichtbare Grundlage für eine fundierte technische Entscheidung.
partner
Spezialist für Präzisionsfertigung (Multinationales Umfeld)
Bauteil
Umspritzter Stator mit Eisenkern
ziel
Eliminierung von Gratbildung und Erreichung der Prozessstabilität
technologie
3D-Laserscannung und Reverse Engineering
Die Herausforderung: Gratbildung und Produktionsinstabilität
Unser Partner kontaktierte uns aufgrund wiederkehrender Gratbildung an einer umspritzten Statorkomponente. Nach einer Überprüfung der Produktionsparameter wurde deutlich, dass die Ursache nicht in fehlerhaften Prozesseinstellungen lag, sondern auf einen verschlissenen Formeinsatz zurückzuführen war.
- Qualitätsprobleme und Ausschuss
- Kostspielige Nacharbeit in der Serienfertigung
- Gefährdete Liefertermine
Ingenieurentscheidung: Neuanfertigung vs. Reparatur
Nach einer gründlichen Bewertung des Zustands der Formeinsätze standen zwei Wege zur Wahl.
Unsere Priorität war es dabei, eine langfristige Lösung zu bieten.
Schweißen und Nachbearbeitung
- Zeitaufwendig aufgrund massiven Oberflächenverschleißes
- Schwer umsetzbar bei komplexen und filigranen Geometrien
- Höhere Gesamtkosten bei geringerer langfristiger Zuverlässigkeit
Empfohlene Lösung
Kompletter Austausch der Formeinsätze
- Stabile Geometrie für eine gratfreie Abdichtung
- Präzision durch 3D-Laserscannung
- Dauerhaftes digitales CAD-Modell
- Schneller ROI: Reduzierte Ausschussraten und Wegfall manueller Entgratungskosten
3D-Laserscannung – Erfassung der physischen Geometrie
Der verschlissene Formeinsatz wurde mit einem Industrie-3D-Laserscanner digitalisiert.
Dieser Schritt bildete das Fundament für die technische Zuverlässigkeit des gesamten Projekts.
- Hochpräzise Datenerfassung
- Visuelle Identifizierung verschlissener Oberflächen
- Verlässliche digitale Basis für die Fertigung
Digitales Reverse Engineering – Rekonstruktion fehlender Geometrie
Unsere Ingenieure erstellten zunächst Referenzgeometrien aus den noch intakten Bereichen des Bauteils. Auf dieser Basis wurde das vollständige Modell unter Nutzung von Symmetrie-Operationen präzise rekonstruiert, um die ursprüngliche Formtreue wiederherzustellen.
Das Ergebnis:
Ein fertigungsgerechtes, makelloses 3D-Modell
Drahterodier-Korrektur – Für eine perfekte Passgenauigkeit
Der neue Einsatz wurde auf Basis des rekonstruierten Modells gefertigt. Die erste Testproduktion (Probelauf) zeigte jedoch, dass die Passung zum Statorkern eine weitere Feinabstimmung erforderte, um die absolut gratfreie Abdichtung unter Serienbedingungen zu garantieren.
- Modifikation kritischer Funktionsflächen
- Anwendung präziser Offsets
- Hochpräzises Drahterodieren (Re-wire)
Fertigungsflexibilität – Minimale Stillstandszeiten
Der Werkzeugeinsatz wurde lediglich für die kurze Dauer des Scanvorgangs entnommen. So konnten wir sicherstellen, dass die Produktion des Kunden während des gesamten Projekts nahezu unterbrechungsfrei fortgesetzt werden konnte.
Schnelles 3D-Scannen
Nahtlose Serienfertigung
Wiederherstellung
Die Ergebnisse
Ob verschlissene Werkzeugeinsätze, fehlende 3D-Dokumentationen oder wiederkehrende Qualitätsprobleme –
unser Engineering-Team liefert Ihnen direkt implementierbare Lösungen.
Vermeiden Sie unnötigen Ausschuss, bevor er Ihre Bilanz belastet. Setzen Sie auf technologische Exzellenz – kontaktieren Sie unsere Experten für eine maßgeschneiderte Wiederherstellung!
